Optionen Handeln Beispiel Essay

Sobald dies geschehen ist und das speziell für den Terminhandel vorgesehene Konto eingerichtet wurde, sind erste Transaktionen möglich.

So lange sich der Anleger auf den Kauf von Call oder Put-Optionen beschränkt, bedarf es dazu auch nicht der Hinterlegung von Sicherheiten, wie dies bei dem Verkauf von Optionen oder dem Handel mit Futures nötig wäre.

Zu den meistgehandelten Termin-Produkten gehören Optionen auf den DAX, bei denen es im Vergleich zu Aktien-Derivaten eine Besonderheit in Hinblick auf die Ausübung zu beachten gilt.

Bei Aktien-Optionen umfasst ein Kontrakt, also die kleinste handelbare Einheit, in der Regel 100 Aktien der betreffenden Gattung, die bei Ausübung der Option auch tatsächlich geliefert, bzw. abgenommen werden müssen.

Beim DAX, der sich aus 30 Einzeltiteln mit unterschiedlicher Gewichtung zusammensetzt, würde sich diese physische Lieferung allerdings als sehr kompliziert erweisen, weswegen hier auf die Übertragung von Aktien verzichtet wird.

Stattdessen erfolgt zwischen Käufer und Verkäufer von Indexoptionen ein Barausgleich in Höhe der Differenz zwischen dem Basispreis der Option und dem aktuellen Index-Stand. Dabei entfällt auf jeden Index-Punkt ein Barwert von fünf Euro. Das heißt: Wenn der DAX auf 4000 Punkte steigt, würden für einen DAX-Call mit einem Basispreis von 3800 Punkten bei Ausübung 200 mal 5 Euro - insgesamt also 1000 Euro ausgezahlt. Gegenüber dem Einstiegsbetrag, der bei einem DAX-Stand von 3500 in diesem Beispiel angenommen wird, bei 150 Euro läge (5 mal 30), ergäbe sich damit ein Gewinn von 850 Euro.

Das gewählte Beispiel bezieht sich auf eine Call-Option, die im kommenden September verfällt - also nur noch eine kurze Restlaufzeit aufweist. Das entspricht der gängigen Praxis am Terminmarkt, da dort zumeist zeitlich nahe liegende Verfallstermine gewählt werden. Das folgt daraus, dass bei diesen die Handelsliquidität in der Regel sehr viel höher ist, als bei länger laufenden Optionen.

Die Liquidität spielt beim Handel mit Optionen - ebenso wie bei Geschäften mit Optionsscheinen - eine große Rolle, weswegen die ähnlich klingenden Anlageinstrumente keinesfalls miteinander verwechselt werden dürfen.

Entscheidend ist dabei, dass bei Optionsscheinen der Emittent selbst für die Preisstellung verantwortlich ist, während Market Maker bei börsengehandelten Optionen ständig um die besten Preise konkurrieren.

Ein zeitnaher Überblick über tagesaktuelle Marktpreise der an der Eurex gehandelten Optionen ist über die Internetseite www.eurexchange.com unter der Rubrik "quotes" jederzeit abrufbar.

Wer als aktiver Anleger mehr als nur Aktien handeln oder von Banken und anderen Kapitalgesellschaften vorgefertigte Produkte wie Fonds und Zertifikate erwerben möchte, sollte einen eingehenden Blick auf die Möglichkeiten werfen, die der Options- und Future-Handel an der Terminbörse Eurex bietet.

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Was ist die Eurex?

Die Eurex ("European Exchange") ist die weltweit größte Termin-/ Derivatebörse. Sie entstand 1998 durch Fusion der Deutschen Terminbörse (DTB) und der Schweizer Terminbörse Soffex. Der Eurex-Handel läuft vollintegriert über eine elektronische Handels- und Clearing-Plattform, ähnlich, wie Sie es vom Xetra-System kennen. Aber: Gehandelt werden nicht etwa Aktien und Anleihen, sondern Lieferverträge im weitesten Sinne, in der Fachsprache Kontrakte genannt.

Wie funktioniert der Terminhandel an der Eurex?

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Terminbörsen-Kontrakten: Die einen heißen Optionen und die anderen Futures. Beide sind jeweils in allen Merkmalen wie Kontraktgröße, Größe der kleinsten Preisbewegung oder Liefertermin standardisiert und haben daher stets eine feste Laufzeit. Ohne die Spezifikation wäre ein liquider Terminhandel nicht umsetzbar.

Terminprodukte bieten Ihnen von Möglichkeiten zur kostengünstigen Absicherung über die Zusatzrendite bis hin zur "Stand-Alone"-Spekulation clevere Einsatzmöglichkeiten zur Ertragsoptimierung oder wahlweise Renditemaximierung.

Ein Beispiel: Ein Kaffeeproduzent will bis Dezember 100 Tonnen Kaffee kaufen, um seinen Produktionsbedarf für das vierte Quartal zu decken. Der Kaffeeröster hat jedoch Sorge, dass die Kaffeepreise bis zum Jahresende ansteigen. Zur Absicherung gegen einen möglichen Preisanstieg entscheidet sich der Hersteller für den Kauf von Kaffee-Futures. Sein Vorteil: Steigen die Kaffeepreise, muss er seinen Kaffee zwar im Herbst teurer einkaufen. Da der Preis seines Kaffee-Futures aber mit dem Preisanstieg beim Kaffee nach oben gehen würde, würde er damit einen Gewinn erzielen, der seinen höheren Einkaufspreis kompensieren könnte. Nachteil: Bei sinkendem Kaffeepreis profitiert der Kaffeeproduzent zwar durch niedrigere Einkaufspreise, sein Kaffeefuture fährt jedoch einen Verlust ein, der den niedrigeren EK-Preis ebenfalls kompensiert. Summa summarum bietet der Future-Handel dem Terminhändler somit die Möglichkeit, sich ein bestimmtes Preisniveau für eine bestimmte Zeit festzuschreiben.

Was genau ist ein Future?

Was steckt nun aber konkret hinter einem Future? Ein Future begründet ein Geschäft zur Lieferung eines Wirtschaftsgutes in der Zukunft zu einem definierten Termin in ebenso definierter Qualität und Menge. Ein Zurücktreten von diesem Geschäft ist nur möglich, indem Sie den erworbenen Kontrakt vor Fälligkeit weiterveräußern, was in der Fachsprache glattstellen heißt. Versäumen Sie es, den Kontrakt vor dessen Fälligkeit zu veräußern, sind Sie zur Abnahme oder Lieferung verpflichtet.

Es gibt Futures auf Währungen wie auch auf Bundesanleihen oder Aktienindizes. Den Future auf den Deutschen Aktienindex nennt man Dax-Future (kurz: FDAX). Weil bei ihnen jeweils ein Finanzprodukt die Basis bildet, heißen sie Financial Futures. Bilden Rohstoffe wie etwa Weizen, Orangensaft, Rohöl oder Gas die Basis, spricht man von Commodity Futures.

Was ist eine Margin?

Der Kontraktwert eines Futures ist im Allgemeinen hoch. Beim FDAX hat ein Punkt den Wert von 25 Euro. Steht der FDAX beispielsweise bei 10.000 Punkten, errechnet sich ein Kontraktwert von 250.000 Euro. Mit dem Kauf eines Futures müssen Sie den gesamten Kontraktwert nie komplett bezahlen. Sie hinterlegen stattdessen nur eine von der Terminbörse festgelegte Sicherheitsleistung, die Margin, nehmen aber dennoch vollumfänglich an den Schwankungen des Futures teil. Die resultierende Hebelwirkung macht ihn für spekulative Anleger reizvoll. Das Problem: Viele Broker erhöhen die von der Eurex geforderte Margin erheblich. Manch ein Broker verlangt das Doppelte der Eurex-Erfordernis. Je geringer aber die Margin-Anforderung, desto weniger Kapital binden Sie. Daher sollten Sie bereits bei der Wahl des Eurex-Brokers auf eine gute Margin-Kondition achten. Günstige Broker verlangen attraktive Margin-Sätze für den Eurex-Handel.

» Konditionen für den Handel an der Eurex im finanzen.net Brokerage

Euribor-Future: an Zins-Änderungen verdienen

Sie möchten an weiter sinkenden Zinsen verdienen? Dann könnte der Drei-Monats-Euribor-Future eine nähere Betrachtung wert sein. Der Future hat das Symbol FEU3 und die ISIN DE0009653147. Euribor steht für "Euro Interbank Offered Rate" und bezeichnet seit Einführung im Jahr 1999 den durchschnittlichen Zinssatz für Drei-Monats-Ausleihungen im Handel zwischen den Banken. Der Euribor wird werktäglich um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit festgesetzt und veröffentlicht. Es gibt zwar noch eine ganze Reihe weiterer Euribor-Sätze. Doch Benchmark-Charakter kommt einzig dem Drei-Monats-Euribor zu. Das Kontraktvolumen des Futures beträgt 1 Mio. Euro, wobei die Preisermittlung auf vier Nachkommastellen erfolgt. Gerechnet wird mit der Basis 100, abzüglich des gehandelten Zinssatzes. Die kleinste Preisveränderung, die so genannte Tick-Größe, beträgt 0,0025 Punkte und entspricht einem Wert von 6,25 Euro.

Beispiel: Sie setzen auf fallende Zinsen. Der Euribor-Zinssatz sinkt um 0,5 Prozent. Das führt für Sie zu einem Gewinn im Eurex-Handel von 1.250 Euro (0,5% / 0,0025 * 6,25 Euro). Die Kosten demgegenüber sind gering: Beispielsweise verlangt finanzen.net Brokerage eine Kontraktgebühr für den Euribor-Future von lediglich 5 Euro.

» Börsengebühren beim Handel mit Futures & Optionen an der Eurex (bei finanzen-broker.net)

Was sind Optionen?

Die zweite große Produktkategorie im Eurex-Handel sind verbriefte Rechte (Optionen) im weitesten Sinne. Das kann das Recht auf Lieferung eines Wertpapiers sein oder das Recht auf Abnahme eines Wertpapiers. Eine Option auf steigende Kurse nennt man Call. Das Gegenstück für fallende Kurse ist der Put. Und falls Ihnen die vier Buchstaben ODAX begegnen sollten: Dies ist das Kürzel für Optionen auf den Dax.

Beispiel für Rendite aus Optionshandel

Stellen Sie sich vor, in Ihrem Depot befindet sich ein größerer Bestand an Aktien einer fiktiven Abc AG. Wir unterstellen ferner: Zwar bescheinigen Sie der Aktie langfristig beste Aussichten. Auf kürzere Sicht sehen Sie die Aktie aber eher schwächer handeln. Sie könnten die Aktie also verkaufen, um sie später günstiger zurückzukaufen.

Doch Sie entscheiden sich anders und nutzen die Möglichkeiten des Eurex-Handels: Indem Sie einem Marktteilnehmer das Recht einräumen, Ihre Aktien zu einem definierten Preis (Ausübungspreis) oberhalb des gegenwärtigen Marktpreises zu kaufen, vereinnahmen Sie augenblicklich eine Optionsprämie. In der Fachsprache heißt es: Sie haben eine gedeckte Kauf-Option geschrieben ("Covered Call-Writing"). Fortan sind Sie bis zum Verfall der Option der Stillhalter.

Ihre Rendite aus dem Eurex-Handel-Optionsgeschäft: Die Gegenseite, Ihr Counterpart, wird von Ihnen erst dann die Lieferung (=Andienung) Ihrer Aktien verlangen, wenn deren Börsenkurs über den vereinbarten Ausübungspreis der Option steigt. Bleiben die Aktien darunter, haben Sie mit der Veräußerung der Kaufoption wertvolle Rendite-Punkte erzielt: Sie haben die Prämie eingenommen und die Aktien behalten. Sie können auch sagen: Sie haben Ihren Aktienbestand aktiviert.

Eurex-Handel: Vier einfache Long-Short-Strategien

Das Schreiben einer Kaufoption, besagtes "Covered Call-Writing", ist nur ein Beispiel für den Handel mit Optionen. Als aufmerksamer Leser werden Sie an dieser Stelle genau drei weitere Möglichkeiten erahnen. Richtig: Sie hätten auch die Gegenseite des oben skizzierten Geschäftes einnehmen und mit einer Kaufoption auf steigende Kurse setzen können. Das nennt man Long-Call.

Das dritte Beispiel für den Eurex-Handel mit Optionen ist der Long-Put. Das bedeutet: Sie erwerben einen Put, weil Sie Ihre Erwartung fallender Kurse in klingende Münze wandeln möchten.

Beispiel Nr. 4 ist der Short-Put. Hier gewähren Sie Ihrem Gegenpart die Möglichkeit, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis und innerhalb einer fest definierten Laufzeit an Sie zu verkaufen. Ähnlich wie beim Short-Call im ersten Beispiel sind Sie abermals Stillhalter und vereinnahmen augenblicklich eine Optionsprämie. Fällt der Kurs des Basiswertes während der Laufzeit der Option, wird die Gegenseite vom eingeräumten Recht Gebrauch machen. Sie müssen dann die Stücke annehmen. Folglich gehen Sie ein hohes Risiko ein und sollten sich vor der Fälligkeit durch ein Gegengeschäft glattstellen.

Tipp: Broker wie finanzen.net Brokerage warten mit einem kontraktbezogenen Preismodell für den Eurex-Handel auf. Für Euro-Aktienoptionen fallen lediglich 1,50 Euro pro Kontrakt an (mindestens 12,50 Euro je Order) - und das unabhängig von der Höhe der Optionsprämie.

Eurex-Handel: So starten Sie in den Options- und Futureshandel

Die schlechte Nachricht zuerst: Der Zugang zum Handelssystem der Eurex erfordert eine Börsenmitgliedschaft. Diese erhalten nur institutionelle Kunden. Als Privatanleger sind sie daher auf eine Bank oder einen Broker angewiesen, der Ihnen Zugang zum Eurex-Handel gewährt.

Börsentermin-Geschäftsfähigkeit ist Voraussetzung

Dies setzt die Börsentermingeschäftsfähigkeit voraus: Sie müssen nicht nur die Lektüre der üblichen Risikobelehrungen bestätigen, sondern auch die Handelsbedingungen der Eurex. Sie bestätigen per Unterschrift den Erhalt der Kundeninformationsbroschüre und dass Sie über die erforderlichen Kenntnisse verfügen.

Die Bürokratie hat ihren Grund: Der Eurex-Handel eignet sich nur für erfahrene Anleger, die mit dem erforderlichen Risiko-Management des Tradings bestens vertraut sind.

Geringe Gebühren: günstigen Broker für den Eurex-Handel wählen

Nachdem Sie börsentermingeschäftsfähig sind, können Sie mit dem Handel von Optionen und Futures beginnen. Sie zahlen an Ihren Broker fortan für jede Kontraktbuchung eine Gebühr. Schließen Sie an der Stelle keine Kompromisse. Setzen Sie auf einen Broker mit günstigen Konditionen. Kunden des finanzen.net Brokerage-Depots erhalten hier spezielle Konditionen und ein kontraktbezogenes Preismodell für den gesamten Eurex-Handel. So fallen für Euro-Aktienoptionen lediglich 1,50 Euro pro Kontrakt an (mindestens 12,50 Euro je Order) - und das unabhängig von der Höhe der Optionsprämie.

Autor: Christian Ritter, Volker Altvater

Bildquelle: talitha_it / Shutterstock.com

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